Die Ursprünge der Yoga-Philosophie liegen im Hinduismus und im Buddhismus. Das zugrunde liegende Menschenbild versteht das Individuum als einen Reisenden im Wagen seines Körpers. Der Kutscher dieses Wagens ist der Verstand und gezogen wird die Kutsche von den fünf Pferden, den fünf Sinnesorganen. Das alles miteinander verbindende Geschirr heißt im Indischen „Yoga“.
Trotz dieser Wurzeln im Hinduismus wird Yoga heute von Menschen verschiedenster Religionen und Weltanschauungen praktiziert. Gerade die westliche Form des Yogas hat sich von dem ursprünglichen spirituellen Ziel emanzipiert und betont eher das in Einklang bringen von Körper und Seele.
Seelisch soll ein Gleichgewicht hergestellt und Ruhe gefunden werden und körperlich steht die Vitalität und das Körperbewusstsein im Vordergrund. Wie viel man von der ursprünglichen Yogalehre und ihrem Weg der Selbstvervollkommnung durch Zügelung, Verzicht und Reinigung übernimmt, bleibt jedem Yoga-Schüler selbst überlassen. Den positiven Effekt auf die Gesundheit, vor allem im Bereich der Stressprävention, merken die meisten in jedem Fall.
